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Alleppey Stadtfest

Alleppey Stadtfest

Am 23 Dezember feiert Alleppey Stadtfest… und wir sind herzlich eingeladen. Unzählige Hindus und Christen sind auf den wunderschön geschmückten Straßen. Eine Kerzenkette auf unserer Straße verbindet den hinduistischen Tempel an einem Ende und die christliche Kirche am anderen Ende. Dieses soll die guten Verbindungen zwischen Hindus und Christen symblolisiren.
Wir haben versucht Euch ein bisschen in die Atmosphäre einzubringen – viel Spaß dabei!

Goa, wir kommen!

Goa, wir kommen!

Nach einem gescheiterten Versuch vorgestern, haben wir heute früh, wie durch ein Wunder, Zugtickets nach Goa kaufen können. Kurz nach 7 kommen wir am Bahnhof in Ernakulam an und sind schon verwundert über die Menschenmassen, die sich schon in Schlangen gereiht haben, um ihre Tickets zu reservieren. Auf einer “Reservationform” füllen wir Informationen zu unserer Wunschverbindung aus und warten, dass um 8 endlich die Schalter öffnen. Für den gewünschten Zug heute um 18:00 Uhr sind keine Plätze mehr frei (die Züge sind in dieser Zeit sehr stark überfüllt), also wird uns im Beratungsbüro eine andere Verbindung rausgesucht, die bereits um 13:10 Uhr abfährt. Da bekommen wir auch Plätze im Schlafwagen und haben dann noch einige Stunden Zeit, um die Morgensonne am Wasser zu genießen.

Um 13:00 ist es soweit, wir finden unsere Namen auf einer Liste, die an jedem Wagen des Zuges klebt und gehen rein. Carmen erkennt sofort den Stil des Transsibirischen Zuges. Ein Abteilnachbar sitzt schon da und der Andere kommt auch kurz danach rein (scheinbar wird hier nicht nach Männern und Frauen getrennt). Wir fahren los und nach wenigen Minuten fangen die Zugverkäufer ihre Touren durch den Zug mit Kaffee, Tee, Getränke und Snacks an. Unsere Nachbarn, ein Hotelier und ein Anwalt, sind sehr nett und erzählen uns ganz viel von Indien, insbesondere über Kerala, wo sie beide zur Zeit wohnen. Gleichzeitig sind sie an Deutschland, insbesondere an deutschen Autos und Bier interessiert. Gegen 18 Uhr kommt ein Mann durch den Zug, der die Bestellungen fürs Abendessen aufnimmt. Wir bestellen Chicken-something und sind nach ungefähr 2 Stunden über die Lieferung sehr überrascht. Wir bekommen KFC indischer Art, ein sehr leckeres gebratenes Hähnchenschenkel, ein Stück Hähnchenbrust, dazu irgendeine scharfe Soße (Vera freut sich und warnt Carmen) und 4 kleine chapatas. Unser Anwalt-Nachbar meint, das sei nicht was wir bestellt hätten, darauf antwortet der Zugwirt, dass unsere Bestellung sehr scharf gewesen wäre und er öfters die Erfahrung gemacht hat, dass es Ausländer nicht gegessen haben, also hat er entschieden uns das Chicken Fry zu bringen (Carmen ist froh darüber). Noch ein Chai dazu (spendiert vom Hotelier) und unser Abendessen ist gegessen. Nun schlafen, weil um 2:45 unser Wecker klingeln wird, und wir dann in Mangao aussteigen müssen. Darauf freuen wir uns sehr!

Wir verabschieden uns also von Kerala, wo wir die letzen 6 Tage verbracht haben und lernen von unseren Mitreisenden: “Kashmir is paradise on Earth! Goa is paradise on Sea! Kerala is God’s own country!”

Alleppey und die Backwaters

Alleppey und die Backwaters

Trivandrum 6:45 – die Türklingel hat einen Knall (dachten wir). Die Autos draußen hatten noch gar nicht angefangen zu hupen, aber dafür macht es unsere Tür. Wir kriechen aus unseren Betten und vor der Tür steht eine indische Frau, die wir bisher nicht gesehen hatten, und sagt paar Wörter auf Englisch: leave, hotel close at 7. Wirklich, um 6:45??? Also unser Plan vom ausschlafen (bis 7), in Ruhe packen, frühstücken und weiterfahren ist geplatzt. Um 7:03 standen wir auf der Straße der noch verschlafenen Stadt (so wie wir). So wie am Abend davor festgelegt, gahren wir mit einer Riksha ins Indian Coffee House frühstücken und sind beeindruckt von der interesanten inneren Architektur des Gebäudes sowie von den Anzügen und Turbane der Kellner (übrigens gibt es hier keine Kellnerinnen). Dort erholen wir uns etwas von dem prompten Aufbruch. Anschließend suchen und finden wir unseren Bus nach Alleppey. Für jeweils 5 Rs kriegen wir Plätze in der ersten Reihe. Nach dreieinhalb Stunden nervenaufreibender und hoppeliger Fahrt kommen wir dort dank unseres frühen Aufbruchs mittags an. Am Bahnhof treffen wir Antony, der erzählt, dass sein Guesthouse neu ist und deswegen nicht im Reiseführer steht. Deswegen „fängt“ er die Leute am Bahnhof ab. Wir trauen ihm einigermaßen, seine Beschreibung hört sich gut an und wir gehen mit ihm 5 Minuten weit zum „Paradise Inn“ in einer wunderschönen residential area. Unser einfaches Zimmer im ersten Stock mit Ausgang auf einen großen Balkon gefällt uns sehr gut sowie die Tatsache, dass es Wlan gibt und wir endlich wieder Blogeinträge hochladen können (diese schreiben wir meistens offline auf unseren Reisen). Nach einem kurzen Aufenthalt machen wir uns gleich wieder mit dem Bus auf den Weg zum Marari Beach. Kaum Menschen, Strand so weit man sehen kann und Palmen. Wir baden das erste Mal im Meer, das fast schon Badewassertemperatur hat! Leider will die Sonne auch heute nicht mitspielen. Hoffen wir, dass es sich noch bessern wird.

Abend feiern wir zusammen mit unzähligen Hindus und Christen das Stadtfest. Eine Kerzenkette auf unsere Straße verbindet den hinduistischen Tempel an einem Ende und die christliche Kirche am anderen Ende. Später planen wir auf der Dachterasse (die auch Ventilatoren hat) unseres Gästehauses den nächsten Tag: Weihnachten. Wir entscheiden uns für eine Tour durch die Backwaters (mit frischen Früchten als Snack und Lunch bei der Familie unseres Captains) und wollen abends noch außergewöhnlich schön essen gehn. Kurz vorm Schlafengehn lernen wir unser Haustier kennen: Dixi, die Eidechse. Also heißt  es ab jetzt ein Zimmer für drei :)

Guten Morgen, es ist Weihnachten! Schon nach wenigen Minuten auf dem (Öko-)Boot mit Sonnendach merken wir, dass wir uns richtig entschieden haben! Es geht um 9 Uhr morgens los und schon nach wenigen Minuten paddelt unser Captain in kleine Kanäle, weg von den Massen  schöner Bambus-Hausbooten. Davon waren nicht nur sehr viele unterwegs, durch ihre Motoren waren sie auch laut und verpesten die Luft.
In den kleineren Kanälen jedoch war es wunderbar: lauter kleine bunte Hütten und Häuser der Fischer und Bauern am Rand, dahinter Reisfelder und neben den Kanälen kleine Trampelpfade. An einem kleinen Stand frühstücken wir, werden von den anderen indischen Touristen angesprochen und spielen mit einem Falken.
Dann ging es weiter, immer tiefer in die Backwaters hinein. Wir gleiten gemütlich dahin und genießen die großartige Landschaft. Irgendwann halten wir bei Anils Haus an und bekommen Mittagessen von seiner Frau Jetty serviert. Wir dürfen uns auch in ihrem Gästebuch verewigen. Beim durchblättern merken wir, dass die ganze Welt bei ihnen zu Gast ist. Bis um 16 Uhr sind wir noch auf dem Boot. Später gehen wir im Alleppey Prince Hotel essen und sitzen draußen am Pool. Es gibt Seafood und endlich mal einen Gin Tonic zum Essen. Wir lassen es uns gutgehen!

Ernakulam und Fort Kochi

Ernakulam und Fort Kochi

Unser Aufenthalt in Ernakulam und Cochin war bisher der kürzeste, den wir an einem Ort gehabt haben. Geplant als Durchgang auf dem Weg nach Goa, haben wir ein günstig gelegenes Hotel in der Stadt unweit vom Bahnhof und der Anlegestelle für die Fähre nach Fort Cochin genommen. Der Ort ist auch der Einzige, den wir bisher besucht haben, der keinen naheliegenden Strand hat. Deshalb entscheiden wir uns, die Festung Cochin zu besichtigen und gehen nach Ablegen der Rucksäcke zur Fähranlegestelle. Eine mindesten 6 Meter lange Männerschlange am Ticketschalter sollte uns fast abschrecken, als wir plötzlich die getrennten Schalter für Frauen und Männer entdecken – hoch lebe die Chancenungleichheit! :) Neben der Frauenschlange, in welcher vielleicht knapp 10 Frauen standen, streckten einige junge Männer Geld vor, mit der Bitte ihnen auch Karten zu kaufen, was die herzlichen Frauen auch gerne machen.

Auf der Festung angekommen weht ein fast rein touristischer Wind. Die Inder sind nur einige bunten Punkte unter den vielen Weißen. Bereits bei Ankunft stoßen wir auf einen Buchladen, der vor den Eingang ganz viele Postkarten aufgestellt hatte. „Ganz normal“, würde jeder jetzt sagen, jedoch nicht in Indien. Wir richten uns nach unserer Karte und entdecken langsam den kleinen Ort auf dem niedrigen Hügel. Bezaubernd ist er! Die portugiesische Architektur der Häuser verleiht dem Ort einen besonderen Flair, unvergleichbar jedem anderen Ort in Indien. Die Straßennamen an den Enden der Straßen und die Verkehrsschilder zerstören jedes Bild, das wir uns bisher von Indien gemacht haben. Zum Glück bleiben uns das dauernde Hupen der vielen Rikschen und Motorräder nicht erspart und bringen uns wieder mit den Füßen auf indischen Boden.

Nach kurzer Zeit kommen wir zu den chinesischen Fischernetzen, eine weitere Attraktion der Festung. Am Ufer werden diese tagsüber hochgestellt, bereit um jeden Morgen damit Fische zu fangen. Weiter auf unserer Entdeckungsreise finden wir der niederländischen Friedhof und unmittelbar daneben einen kleinen Strand, wo wir kurz vor 18 Uhr, wie sehr viele andere Menschen, einen beeindruckenden Sonnenuntergang genießen.

Auf dem Weg zurück nach Ernakulam in unser Hotel sind wir die Ersten in der Frauenschlange, wie schön! Die Männerschlange ist nur 2 Meter lang. Wie schön wäre es auch, wenn wir auch gleich Fahrkarten bekämen. Aber dann würden die drei Verkäufer (einer reißt die Karten, der andere nimmt das Geld und der Dritte stempelt die Karten) keine Zeit zum Teetrinken haben. Wird wohl alles seinen Sinn haben :)

Zum ersten Mal hängen wir unser Mosquito-Netz übers Bett – Gute Nacht ohne Nobite!

Mērī krisamasa (de)

Mērī krisamasa (de)

 

Zu Weihnachten haben wir uns eine Bootsfahrt auf den Backwaters geschenkt. Mit Susu, unserem Boot, und Anil, unserem Kapitän durften wir sieben Stunden lang auf den Kanälen der Lagune entspannen, uns mit Einheimischen unterhalten, die uns immer wieder “Happy Christmas” wünschten und ein leckeres Weihnachtsmittagessen bei Anil’s Familie genießen.

 

 

 

Abends sitzen wir im Alleppey Prince Hotel am Pool, haben natürlich noch mal ein leckeres Weihnachtsabendessen, ein Weihnachtsgetränk und einen Weihnachtsnachtisch. Dazu winkt uns eine original indischer Weihnachtsmann und schenkt uns ein Bonbon.

 

 

 

 

 

 

 

Wir wünschen euch auch erholsame, schöne und friedliche Weihnachtsfeiertage!

 

 

 

 

X-mas Indian style – we like :)

University and Spa Day (de)

University and Spa Day (de)

Nach unserem ersten indischen Frühstück und einem kurzen Besuch auf dem Colaba Market besuchen wir das Tata Institute of Social Scienes (TISS). Zum 75jährigen Jubiläum ist der Campus sehr aufgeräumt und mit bunten Papierlampions und selbstgebastelten Plakaten hübsch dekoriert. Aus unserer Hochschulforscherinnenperspektive erkennen wir, dass Kassel gar nicht so schlecht steht. Zuerst besichtigt Vera die chaotische Bibliothek mit verschimmelten Büchern, die auf verschiedene Haufen verteilt sind. Daraufhin sehen wir uns auf dem neuen Campus die Vorlesungsräume an und erinnern uns an unsere längst vergangene Studienzeit. Der neue Konferenzsaal mit flexiblen Rückenlehnen führt uns mit den Gedanken an die EMBAC-Konferenz in Berlin im Sept. 2010.

Wie aus Kassel gewohnt gehen wir mittags ins blaue „Torcafe“ und trinken da den bisher besten Chai-Tee mit frischem Ingwer. Nachdem der Geschäftsinhaber ums Leben gekommen war, wird das kleine Familiengeschäft von seiner Frau und seiner Schwester geleitet. Da es für Indien sehr untypisch ist, dass Frauen ein Geschäft leiten, hat sich die Studierendenvereinigung dafür eingesetzt, das Cafe und die Hütten der Geschäftsfrauen auf dem Campus zu behalten. So dürfen auch wir einige Minuten auf einer Holzbank sitzen, unseren Chai genießen, beim Kochen zuschauen und ein bisschen von Leben auf dem Campus mitbekommen.

Zum Mittag fahren wir ins Sunnys, unweit vom Markt, den wir am ersten Tag besucht hatten. Auf dem Weg haben wir das große Glück und können endlich an einer Bank Geld holen – der Urlaub ist gerettet :) Deshalb gehen wir gleich in zwei große Malls außerhalb Mumbais shoppen. Den Weg dahin fahren wir im Ladies Abteil eines Regionalzuges und treffen dort 2 Deutschlehrerinnen aus Indien, die sogar wussten, wo Kassel liegt.

Den anstrengenden akademischen Tag lassen wir im Sukho Thai – The Thai Foot Spa ausklingen: herrlich!!

Mehr Photos von den ersten drei Tagen in Mumbai auf http://www.flickr.com/photos/tamoeta/

Mumbai, erste Eindrücke

Mumbai, erste Eindrücke

Nach einer langen Fahrt vom Mumbai International Airport, wo uns die Kasselanerin Hanna und ihr Bekannter Saqib erwarteten, erreichen wir unser erstes Ziel in Mumbai, Hannas Wohnung in Chembur. Ein kurzer Erfrischungsschlaf und los geht‘s am Mittag auf den Markt in der Nähe. Die Riksha-Fahrt bis dahin und die ersten Kontakte mit den großen Menschenmengen bezeichnet Hanna als der beste Einstieg in Indien. So viele Farben und Gerüche gibt es in der Kasseler Markthalle auf keinen Fall, aber die Masse an Menschen, Autos, Rikshas, Motorräder und das dauernde Hupen sind schon gewöhnungsbedürftig. Dafür dürfen wir gleich einen von Hanna empfohlenen frischgepressten Saft auf dem Markt trinken. Zu lange halten wir uns da nicht auf, weil uns noch eine einstündige Taxifahrt ins Hotel erwartet, das Einzige, das wir bereits von Deutschland aus für die ersten 3 Nächte gebucht hatten.

Das Carlton Hotel in Colaba, Mumbai-Süd, liegt im „Trümmerschatten“ des berühmten Taj Mahal Palace Hotel, unweit vom Gateway of India, dem Colaba Causeway, dem Colaba Market, vielen netten Restaurants und Cafe’s, Hotels und einer kleinen Anlegestelle für die Schiffe, die zur Elefanta-Insel fahren.

Im Hotel dürfen wir gleich die indische Gastfreundschaft erleben. Von unserem Zimmer sind wir sehr positiv überrsascht: ein kleines, aber sehr schickes und neu renoviertes Bad, Kühlschrank und AC. Wir bekommen Tee und Bier, wenn wir wollen und können Geld wechseln. Am Abend bucht der Hotelier uns einen Flug nach Trivandrum. Die nächste Etappe ab Dienstag steht also fest: es geht an die Südspitze Indiens, nach Kerala. Wir fliegen über Bangalore, werden uns dort die Nacht am Flughafen um die Ohren schlagen und sind dann morgens endlich am Arabischen Meer, sehen die Palmen und spüren den Sand unter unseren Füßen…

Doch zurück nach Mumbai, wo wir uns gerade auf unserem Balkon aufhalten. Am Samstag gehen wir als erstes zum Gateway of India und bewundern dort vor allem die prächtigen und bunt geschmückten Kutschen.  Auch, dass wir die „Weißen“ sind und sehr auffallen, spüren wir hier das erste Mal deutlich. Die wollen uns doch tatsächlich anfassen und fotografieren! Bei der Suche nach einem Restaurant (die Tipps aus dem Reiseführer sind wirklich super) machen wir uns gleichzeitig etwas mit „unserem“ Viertel vertraut. Im Kamat, einem vegetarischen  Restaurant, das süd- und nordindische Küche hat, essen wir Dhosa, Idly und Samosas. Sehr lecker, und auch Carmen tastet sich langsam an die Spicyheit ran :)

Einen Sundowner zum Ausklang des ersten Abends nehmen wir im Indigo. Bei etwa 25 Grad (oder auch etwas mehr) einen Cocktail im Freien unter einem mit Leuchtsternen geschmückten Baum ist schon sehr entspannend. Nichtmal die neugierigen Mäuschen bringen uns aus der Ruhe :) Nachdem wir dann mit unserem Hotelchef die Weiterreise organisiert haben, sind wir um 18:30 Uhr (dt. Zeit) auch bereit fürs Bett.

Gefühlt viel zu früh (4:00 dt. Zeit oder 8:30 id. Zeit) machen wir uns am nächsten Morgen auf die noch verschlafenen indischen Straßen. Gefrühstückt haben wir im weihnachtlich geschmückten Cafe  Mondegar direkt am Colaba Causeways. Es gab Obst für die „healthy freaks“ und Toast. Vera war etwas genervt, weil ihre beiden Bankkarten (noch) nicht funktionieren. Aber es besteht noch Hoffnung!

Um 11 Uhr treffen wir Hanna. Eigentlich wollen wir zur Elephanta-Insel. Aber das Militär hat gerade ein Training, deswegen fahren keine Boote (als wir gestern gefragt haben, hieß es natürlich, dass Boote fahren). Wir entschließen uns dann, eine Stadtrundfahrt zu den wichtigsten sightseeing points zu machen. Schließlich hat Hanna in den 6 Wochen, seit sie in Mumbai ist, auch kaum etwas gesehen außer ihrem Viertel Chembur. Also geht es mit einem Taxi hinauf zu den Hanging Gardens, dem Kemala Nehru Park und den Towers of Silence. Dann wollen wir eigentlich zum Haus von Mahatma Ghandi laufen (Mani Bahwan), geben aber irgendwann auf und fahren wieder mit einem Taxi. Damit kommen wir zum berühmten Ghandi-Haus in einer für indische Verhältnisse ruhigen Straße, sehen das Wäschereiviertel Dhoby Ghat, fahren an der Mumbai Central Station vorbei, schauen uns kurz die Universität von außen an (durften leider nicht rein, nicht mal als Hochschulforscherinnen) und bewundern zum Schluss das UNESCO-Weltkulturerbe Victoria Terminus (Bahnhof) und das Rathaus.

Beim Essen verlassen wir uns wieder auf einen Tipp aus Veras tollen Reiseführer und werden nicht enttäuscht. Wir gehen ins Kailash Parbat. Es gibt dort vegetarische Sindhi-Küche (Sindhis sind die aus Pakistan eingewanderte Händerkaste) und wir probieren endlich mal original indischen Mango Lassi.

Damit wir die unglaubliche Riksha-Fahrt ins Netz stellen können, setzen wir uns zwei Stunden in ein total überkühltes Cafe (das Einzige mit Internetzugang in der Nähe) und frieren, feuen uns aber dadurch um so mehr auf die Hitze draußen.

Indien, Tag 1 und Tag 2 – check! Wir freuen uns auf die kommenden 19.

 

Photos auf: www.flickr.com/photos/tamoeta/